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Frank Capra

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Frank Capra

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»Frank Capra war der Lotse, der sich am besten auf die Kunst verstand, seine Personen in tiefster menschlicher Verzweiflung zu steuern, ehe er das Ruder herumwarf und das Wunder geschehen ließ, das uns mit neuem Vertrauen ins Leben aus dem Kino entließ.«François Truffaut

»Hollywoods populärster Filmregisseur. Seine Filme wollten die Wirklichkeit nicht kritisieren, sondern transzendieren, sie handelten von der Kraft der Illusion und hatten selbst diese Kraft – der Film war das Wunder, von dem er erzählte: Nie war das Kino mit sich selbst so identisch wie bei Frank Capra.«Der Spiegel

»Mit Frank Capra starb der letzte Altmeister des Kinos, einer jener ›Hollywood professionals‹, die den klassischen Stil der amerikanischen Filmerzählung Ende der zwanziger, Anfang der dreißiger Jahre geschaffen und immer wieder neu geprägt haben. Frank Capra und seine komödiantischen Märchen des New Deal: Daß die Welt ist, wie sie ist, akzeptierte er nicht. Er propagierte, ungeniert naiv, die ungeheure Kraft des Wunders. Wenn das Kino in Hollywood jemals die Kraft aufbrachte, die schönsten Hoffnungen zu wecken, ohne den düsteren Alltag zu überdecken, dann bei Frank Capra.«Die Zeit

»An der Überzeugung, daß der Mensch von Natur aus gut sei und daß es nur die Durchsetzung dieser Güte brauche, damit auch sozial die beste Gesellschaft sich entfalte, hat Frank Capra sein Leben lang festgehalten. Das Gute im Menschen und wie hilfreich der Mensch zu sein schließlich im Stande auch dann ist, wenn Eigennutz oder Machtwahn das Gute verschüttet zu haben scheinen, das ist die Botschaft seiner Filme. Vorab derer, die als seine Meisterwerke in den dreißiger Jahren entstanden sind. Sein Optimismus, der nach dem Krieg zwar gedämpfter wurde, etwa in ›It's a wonderful Life‹ (1946), verzichtete auf Kritik allerdings nie. Jeder Film von Frank Capra, der seinen Namen in die Welt hinausgetragen hat, stimmte moralisch und gesellschaftskritisch ein in Franklin Roosevelts ›New Deal‹, war also, was die damalige Gegenwart betraf, von kritischem Belang, hoffnungsvoll dagegen im Blick auf die Zukunft. Das ergab sich, von jedermann verstanden, aus der Beschäftigung mit den Menschen, mit dem ›kleinen Volk‹, mit der Mehrheit der Bürger: mit der Teilnahme an den Werktätigen, die den Alltag ohne Glanz, dafür in zermürbender Arbeit durchzustehen haben. Klassenkampf lag Capra allerdings fern, und vom Vorwurf, seine Filme hätten ›objektiv‹ gesehen eine reaktionäre Rolle gespielt, ließ er sich nicht beeindrucken. So naiv war er nicht zu meinen, daß die sozialen Probleme sich lösen ließen, wenn die Kapitalisten, statt Geld zu häufen, Mundharmonika spielen (›You can't take it with you‹, 1938). Was er erlebbar machen wollte, in solchen durchaus komödiantischen Darstellungen der sozialen Schwierigkeiten, war, daß Humanität aus sozialer Verpflichtung den Grund für soziale Reformen abzugeben und so den Aufbau einer gerechten Gesellschaft zu bestimmen habe. Frank Capra hielt auch seine Überzeugung aufrecht, daß der Redliche – wie ›Mr. Smith goes to Washington‹ (1939) es dartut – sich gegen die Willkür der Wahlstrategen, die ihn in den Senat befördert haben, durchsetzt. Mr. Smiths Kindlichkeit gerade ist es, die ihm die Kraft gibt, den unehrlichen, ehrlosen und eigensüchtigen Politikern die Stirn zu bieten. Das war, als wir jung waren und Frank Capras Filme lieben lernten, auch unsere Hoffnung.«Neue Zürcher Zeitung

»Frank Capra hat nie den Glauben an den Sieg der gerechten Sache, der Freiheit des Einzelnen verloren. Ein Naiver ist er geblieben, in der Tat, aber einer, der mit allen Wassern gewaschen ist.«Süddeutsche Zeitung

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