Max Frisch, 15.5.1911 – 4.4.1991. Schweizer Romancier, Dramatiker und Essayist. Sein Gesamtwerk erscheint im Suhrkamp Verlag.
»Er hat im Laboratorium seiner persönlichen Biographie eine Substanz freigemacht, in der Leser in vielen Sprachen den Stoff ihres eigenen Lebens wiedererkennen - und die ihnen zugleich als Prüfstein taugt; sie können bei ihm lesen, wo sie stehen und ob sie sich bewegen.«Adolf Muschg
»Wovon erzählt Frisch? Von der Liebe, also von der Vergänglichkeit; vom Tod, also von der Angst vor dem Tod. Das sind, wie man weiß, alte, Jahrtausende alte Hüte. Da es jedoch die Liebe immer noch gibt, und da man den Tod noch immer nicht abgeschafft hat, bleibt nichts anderes übrig, als zu diesen Fragen zurückzukehren. Er praktiziert Moral ohne Predigt und Zeitkritik ohne Propaganda. Er demonstriert Engagiertheit ohne Gereiztheit und Protest ohne Hysterie. So wurde er zum Klassiker unter den schreibenden Zeitgenossen deutscher Sprache.«Marcel Reich-Ranicki
»Ich habe mich nie sonderlich um die Schriftstellerei unserer Zeit gekümmert, du bist seiner Zeit einer der wenigen gewesen, die mich beschäftigt haben - ernsthaft beschäftigt wohl der Einzige.«Brief an Max Frisch
»Der das Wort Freundschaft scheuende Freund. Der Zuhörer in Notzeiten. Mir hat er, neben vielem, aus langer Rede einen leicht stotternd, deshalb wiederholt gesprochenen Satz als Rat hinterlassen: nicht weise werden, zornig bleiben.«Die Zeit