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Gottfried Keller

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Gottfried Keller

Geboren am 19.7.1819 in Zürich, gestorben am 15.7.1890 in Zürich, dort begraben auf dem Zentralfriedhof Sihlfeld. Er hat viel erreicht, doch nur selten, was er gewollt hatte. Er war der wichtigste Schweizer Dichter des 19. Jahrhunderts. Seine unerfüllt gebliebenen Wünsche: Maler zu werden, Dramatiker zu werden, von Mutter und Schwester unabhängig zu sein, zu heiraten, letzt- endlich glücklich zu werden. Gottfried Keller wurde 1819 in Zürich geboren. Nach einer erfolglosen Lehre als Kunstmaler, zog er, die ersten Skizzen zu einem Roman in der Tasche, nach Heidelberg, um zu studieren. In Berlin schrieb er seinen Lebensroman ›Der grüne Heinrich‹. Er kehrte erneut nach Zürich und in die finanzielle Abhängigkeit von seiner Mutter zurück. Nach Jahren als Journalist und Gelegenheitsdichter wurde er Staatschreiber. Abends saß er gern in Wirts- häusern, wo er seinem Temperament mit Krakeel und Ge- polter Luft machte. Als er nach dem Tod seiner Mutter einer Frau begegnete, die seine Liebe erwiderte, schien das private Glück in greifbarer Nähe – bis seine Braut sich ertränkte. Keller trat von seinem Amt zurück. Sein künstlerischer Wille und seine Gesundheit zerfielen zusehends, bis er nach langer Krankheit starb.

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»Die neu-alte Wahrheit, die Keller unter die drei oder vier größten Prosaiker der deutschen Sprache aufnimmt, hat immer noch einen schweren Stand. Sie ist zu alt, um die Leute zu interessieren, und zu neu, um sie zu verpflichten.«Walter Benjamin

»Gottfried Keller, und dies erklärt alles, ist au fond ein Märchenerzähler. Was nach dieser Seite hin liegt, ist mustergültig. Je mehr nach dem bewußten Wollen Gottfried Kellers seine Erzählungen Märchen sind, desto besser sind sie auch. Denn dies ist sein eigentlichstes Gebiet.«Theodor Fontane

»So erklärt sich's doch einigermaßen, daß diese Bücher ihre schönste Wirkung, eine seelenhafte Freiheit und Heiterkeit, gar nicht in den Kopf ausstrahlen, sondern wirklich direkt ins Blut, so daß sie einem im Leben weiterhelfen und das nächste leichter machen, was man wirklich selbst von Goethe kaum sagen kann.«Hugo von Hofmannsthal

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