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Katherine Mansfield

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Katherine Mansfield

Katherine Mansfield wird oft in einem Atemzug mit englischen Schriftstellern wie Thomas Hardy, Virginia Woolf oder T. S. Eliot genannt. Geboren wurde sie jedoch 1888 in Wellington, Neuseeland. 1903 verlässt sie ihre Heimat und geht nach London, taucht ein ins Treiben der literarischen Bohème. Sie hat Beziehungen zu Männern und Frauen; nach einer Fehlgeburt und dem Scheitern einer Ehe stirbt sie, erst 34 Jahre alt, in Fontainebleau an Tuberkulose. Schon zu Lebzeiten sorgte sie für Aufsehen: durch ihren Lebensstil, vor allem aber durch ihre einmalige Erzählkunst. 

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»Die englische Literatur verdankt den Frauen viel, und eine der eigenartigsten und liebenswertesten Begabungen war Katherine Mansfield.«Hermann Hesse

»Wenn es heute eine Art Mystik der Short Story gibt, so ist es darum, weil ganz wenige die Kurzgeschichte aus der Prosa entfernen und ihr jene menschlich-dichterische Zwischentönung zu geben vermögen wie Katherine Mansfield.«Eduard Korrodi

»Katherine Mansfield, wenn sie wirklich sie selber ist, schreibt wie der Südwind. Unter seiner Berührung ist die Welt leuchtend, still, drängend. Alle Farben nehmen ein neues Leben an, es ist wie der Übergang von einem Leben in ein anderes.«John Middleton Murry

»Etwas erschaffen, was es vorher nicht gab – das ist Katherine Mansfield mit ihren Erzählungen gelungen. Sie befreite die englische Erzählung aus der Haft des Realismus und erschuf einen völlig neuen Stil. Ihr Anliegen war nicht so sehr das ›plot‹, die ›Fabel‹ im herkömmlichen Sinn. Aber wenn ein Plot manchmal nicht offen zutage liegt, heißt das noch nicht, daß es nicht vorhanden ist. Auch ein Schluß ist immer vorhanden – ein Mansfieldscher Schluß. Auf impressionistische Manier erreichte sie ein Maximum nicht nur an Stimmung, sondern auch an Bedeutung.«Elisabeth Schnack

»Vor allem wird die weibliche Seele durch diese Kunst in einer Tiefe erschlossen, wie es nur durch eine selbst bis ins tiefste lebendige Frau geschehen konnte, deren Einfühlungsvermögen durch eigene Leidenserfahrung geübt und verfeinert war.«Ina Seidel

»Als sie starb, begann sich ihr Potential gerade erst zu entfalten. Es kommt uns sicher nicht zu, über die Art dieser Entfaltung zu mutmaßen. Sicher scheint, daß das Frische, Augenblickshafte, das so viele ihrer Erzählungen auszeichnet, einer neuen, ihr bis dahin unbekannten Anfechtung ausgesetzt gewesen wäre.«Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt

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