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Erasmus von Rotterdam

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Erasmus von Rotterdam

Erasmus von Rotterdam, geboren 1466 oder 1469 in Rotterdam, starb 1536 in Basel. Er wurde Priester, verließ das Kloster, studierte Theologie (in dieser Reihenfolge!) und gab 1516 die erste Druckausgabe des Neuen Testaments auf Griechisch heraus, die dann die Grundlage bot für Luthers Bibelübersetzung. Seine glänzende Satire ›Das Lob der Narrheit‹, seiner eigenen Einschätzung nach eine »kleine Stilübung«, schrieb er innerhalb einer Woche nieder.

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»Erasmus hat sein geistiges Kleinod, seinen Menschheitsglauben, unversehrt heimgebracht aus dem furchtbaren Haßorkan seiner Zeit, und an diesem kleinen glimmenden Docht konnten Spinoza, Lessing und Voltaire und können alle künftigen Europäer ihre Leuchte entzünden.«Stefan Zweig

»Niemand war illusionsloser als die hoffnungsfrohen Aufklärer, ob Freud oder Xenophanes, Diderot oder Erasmus, und gerade deshalb schrieben sie gegen die Dummheit, den Krieg, gegen den Barbarismus.«Die Zeit

»Heutzutage ist des Erasmus Friedensliebe aktueller denn je. Sein Realitätssinn, die Klugheit, mit der er zeitgenössische Herrschafts- und Machtstrukturen durchschaute, die Zähigkeit, mit der er Intellekt und Phantasie subversiv ins Spiel brachte, um Frieden, Toleranz, die Unversehrtheit der Individuen trotz aller Widerstände vielleicht doch zu ermöglichen, seine Abneigung gegen jeden Dogmatismus, der abgründige Humor sind auch heute noch nachahmenswert.«Neue Zürcher Zeitung

»Er ist aktuell, dieser Erasmus von Rotterdam, wir brauchen ihn dringend. Seine Dialoge immunisieren uns gegen windige Ideologen, gegen Marktschreier des Opportunismus, gegen das Denken in Fesseln. Die Vernunft war ihm die Richtschnur, den Einflüsterungen der Macht zu entgehen. Erasmus war der kluge, menschenfreundliche Propagandist des aufrechten Gangs.«Salzburger Nachrichten

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