Logo Diogenes Verlag
Slawomir Mrozek

Foto: Copyright © Horst Tappe / www.horst-tappe.com

merken Platzhalter Okay-Icon drucken

Slawomir Mrozek

Slawomir Mrozek wurde 1930 in Borzecin bei Krakau geboren. 1957 erschien sein erstes Buch ›Der Elefant‹. ›Tango‹ und andere seiner Theaterstücke erlangten Weltruhm. 1968 beantragte Mrozek in Paris politisches Asyl. Nach langen Jahren in Mexiko lebt er heute in Nizza.

Stimmenalle anzeigen

»Jahrzehntelang war Slawomir Mrozek der meistgespielte polnische Dramatiker. Auch als Verfasser kauziger Kurzgeschichten wird er geschätzt. Man spielt, liest und liebt ihn in Ost und West, in Polen, Deutschland und Amerika.«Deutschlandradio

»Slawomir Mrozek bedeutet die konsequente Fortentwicklung der mit Gombrowicz begonnenen Tendenz. Der tragische Hintergrund der Geschichte bietet groteske Angriffsflächen. Da das Bild in einem normalen Kristallglasspiegel, weil täglich gesehen und gut gewohnt, nicht mehr die Fähigkeit besitzt, uns anzusprechen, geschweige anzuhalten, hat sich der Intellekt den Spiegel so zurechtgeschliffen, daß er jetzt Zerrbilder zeigt, die uns erschrecken, aber deshalb auch nicht leicht vergessen werden können und also wirksam bleiben. Die Originalität Mrozeks liegt in der Mischung aus Spott und Mitleid, die seinen Werken den eigenen, konstruktiven Akzent verleiht. Mrozek dämonisiert die inhaltlos gewordene Konvention, auch die ›Errungenschaft des Fortschritts‹, und mißtraut sowohl der reinen Ratio als auch dem reinen Gefühl. Seine Marionetten handeln ohne Charakter – und verkörpern damit eine Methode. Die verrückten Ebenen sollen das hintergründige Fatale sichtbar machen. Mrozeks Komik will die Imitation mit Hilfe der Imitation kompromittieren.«Karl Dedecius

»Mrozeks Satiren sind mehr als in Allegorien verschlüsselte Leitartikel zu Tagesfragen. Sie sind Parabeln, die sich nicht ins Allgemeine, Unverbindliche hinwegschwindeln müssen, um zu Dichtungen zu werden.«Hellmuth Karasek

»Mrozek ist Humorist – also meint er es besonders ernst. Er ist Satiriker – also verspottet er die Welt, um sie zu verbessern. Er ist Surrealist – also geht es ihm um die Wirklichkeit, die er mit überwirklichen Motiven verfremdet, um sie zu verdeutlichen. Er ist ein Mann des Absurden – also zeigt er das Widersinnige, um die Vernunft zu provozieren.«Marcel Reich-Ranicki

»Slawomir Mrozek gehört neben Beckett, Frisch oder Dürrenmatt zu den bekanntesten Dramatikern der Neuzeit.«Antenne Brandenburg

»Der führende polnische Gegenwartsklassiker.«Deutsche Welle

»Mrozeks politische Parabeln sind von stupender Diagnostik.«Die Zeit

»Zwischen 1960 und 1990 steht der Name Mrozek geradezu als Synonym für die zeitgenössische Dramatik seines Landes: Zwei von drei polnischen Stücken, die in diesem Zeitraum auf europäische Bühnen kommen, stammen aus seiner Feder. Erwin Axer inszeniert ihn in Warschau, Roger Blin in Paris, Trevor Nunn in London, Karl Heinz Stroux in Düsseldorf. In den neunziger Jahren ist Mrozek vor allem mit Kurz- und Kürzestgeschichten hervorgetreten, in denen er seine satirische Methode einer ›reductio ad absurdum‹ ebenso souverän beherrscht wie routiniert vorführt.«Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Ein glänzender satirischer Erzähler, nicht nur innerhalb der an Satirikern reichen polnischen Nachkriegsliteratur, sondern im internationalen Maßstab.«Frankfurter Rundschau

»Die Skeptischsten seien gewarnt: Man liest Mrozek nicht, ohne von metaphysischem Gelächter überwältigt zu werden. Die Hartgesottensten brauchen sich nur gut zu halten, denn wenn man Mrozek liest, sieht man die Welt aus der Perspektive einer Maus in der Falle. Und die Blasiertesten sollten sich auf durchwachte Nächte vorbereiten, denn diese kleinen Meisterwerke werden ihnen heimliche Besuche abstatten.«Le Monde

»Mrozek gemahnt in seinen besten Erzählungen an Kafka.«Neue Zürcher Zeitung

»Einer der bekanntesten europäischen Satiriker und einer der meistgespielten Dramatiker.«Neue Zürcher Zeitung

»Kein anderer Schriftsteller der polnischen Nachkriegsliteratur, sieht man vom Sonderfall Lem ab, hat es so diskussionslos geschafft, zu Lebzeiten zum Klassiker zu werden wie Slawomir Mrozek.«Neue Zürcher Zeitung

»Ein großer Dichter, der schon jetzt als eine Art Klassiker gilt und dessen Bühnenstücke mit jenen von Dürrenmatt und Ionesco verglichen werden. Mrozek - der Meister des Grotesken und des Absurden, der Komiker und Moralist, der Mathematiker unter den Stilisten.«Rheinische Post

»Slawomir Mrozek ist so erfrischend unterhaltsam, daß man süchtig nach ihm werden kann.«Saarbrücker Zeitung

»Wie aktuell seine Stücke, wie pointiert seine Geschichten sind, das kann der deutsche Leser an den im Diogenes Verlag erschienenen gesammelten Werken überprüfen.«Süddeutsche Zeitung

Lesezeichen / Weitersagenschliessen