F. Scott Fitzgerald, 1896 in St. Paul (Minnesota) geboren, hatte nach den Studienjahren in Princeton mit 24 Jahren sein Ziel erreicht: Sein erster Roman ›Diesseits vom Paradies‹ machte ihn auf einen Schlag berühmt und reich, mit seiner Frau Zelda stand Fitzgerald im Mittelpunkt von Glanz und Glimmer. Alles endete im schrecklichen Kater der Wirtschaftskrise. Alkohol, Zank und Geldprobleme zerstörten die Ehe mit Zelda. Um Geld zu verdienen, ging Fitzgerald 1937 als Drehbuchautor nach Hollywood, wo er 1940 starb.
»Fitzgerald wurde aus Liebe zum Schriftsteller. Aus zuerst unerfüllter, dann aus erfüllter und zum Schluss aus überfüllter Liebe zu seiner Zelda. 1918, als unerfahrener Offizier von 22, lernte Fitzgerald die verwöhnte höhere Tochter Zelda Sayre kennen. Die beiden verlieben sich, doch weil Fitzgerald kein Geld hat, löst Zelda die Verlobung. Fitzgerald setzt alles auf seinen ersten Roman ›Diesseits vom Paradies‹, die autobiographische Geschichte eines jungen, schrecklich versnobten Princeton-Abgängers, der sein Leben mit Schreiben, Frauen und Trinken verbringen will. Er erscheint 1920, wird ein BestseIler, Zelda lässt sich heiraten, die beiden werden zum New Yorker Glamourpaar schlechthin. 1922 folgt ›Die Schönen und Verdammtem‹, 1924 ziehen sie samt Tochter nach Europa, 1925 erscheint ›Der große Gatsby‹, 1930 verbringt Zelda den Sommer in einer psychiatrischen Klinik in der Schweiz. 1931 kehren sie nach Amerika zurück, 1933 beendet er die zweite Fassung von ›Zärtlich ist die Nacht‹, damals ein Misserfolg sondergleichen, und lässt eine zweite, von der Struktur her schlichtere Fassung folgen, die ihm auch keine Anerkennung bringt. Er wird vollends zum Trinker, Zelda wird vollends depressiv, 1939 beginnt er den unvollendet bleibenden Roman ›Die Liebe des letzten Tycoon‹, 1940 stirbt er nach zwei Herzinfarkten 44j-ährig in Hollywood. Seine Frau stirbt sieben Jahre später beim Brand einer psychiatrischen Klinik.«Tages-Anzeiger
»Im Grunde sind es immer die gleichen Fragen, die Fitzgerald beschäftigen: Wann das Leben kippt, wie die Hoffnung und die Erwartung in Fatalismus, Zynismus und Alkohol hinüberschwappen, warum es so schwer ist, den Moment zu erfassen und in der Gegenwart zu leben. Liebe ist hier stets der Schmerz, der bleibt, wenn sie vergeht. Fitzgeralds Prosa ist ein ewiger Widerklang, sie verbreitet dieses Gefühl, daß alles zum ersten Mal passiert – und trägt gleichzeitig diese ungeheure Müdigkeit in sich, diese Überlebtheit und Schwere. Sie trägt mit jedem Satz das Gewicht der Welt, und es wirkt wie die leichteste Übung überhaupt.«Die Zeit
»F. Scott Fitzgerald war der Größte unter uns allen.«Ernest Hemingway
»Die Geschichte Scott Fitzgeralds ist die Geschichte einer Epoche der USA, und wie es vom Bild des Glanzes zu dem des Verfalls kommen konnte, erklärt sich vor allem aus den Gesetzen, die in diesem Land für Kunst und Künstler galten. Fitzgerald inkarniert, begleitet und beschreibt den Weg der USA aus naivem, unerschütterlichem Selbstbewußtsein ins selbstzerstörerische, neurotische Amerika unserer Zeit. Wenn Thomas Mann sagte: Wo ich bin, da ist deutsche Kultur, hätte Fitzgerald behaupten können: Die Position des amerikanischen Traums bestimme ich.«Süddeutsche Zeitung