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Anton Cechov  |  Aus den Erinnerungen eines Idealisten  |  Hardcover Leinen, 256 Seiten | € (D) 19.90 / sFr 35.90* / € (A) 20.50

Hardcover Leinen, 256 Seiten
Erschienen in Nov. 2001

ISBN 978-3-257-06268-7
(D) 19.90 / (A) 20.50
sFr 35.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Anton Cechov
Aus den Erinnerungen eines Idealisten

Humoresken und Satiren 1885–1892
Aus dem Russischen von Peter Urban

Anton Cechov fing ganz unauffällig zu schreiben an. Kaum je mehr als vier Seiten lang sind die Humoresken, die er in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts unter Pseudonym in verschiedenen satirischen Zeitschriften veröffentlichte. Und doch ist schon alles da: Menschliches und Allzumenschliches wird in heiterem, zuweilen auch bissigem Ton dargestellt. Anton Cechov in konzentriertester Form.

Mehr zum Inhalt

Mit diesen mal heiteren, mal bissigen Geschichten beginnt Anton Cechov seinen literarischen Werdegang. Unter den Pseudonymen ›Antosa Cechonte‹, ›Der Mann ohne Milz‹ oder ›Der Bruder meines Bruders‹ schreibt er kurze Beiträge für satirische Zeitschriften wie ›Oskolki‹ und ›Budilnik‹. Nicht mehr als 100 Zeilen waren ihm anfänglich vom Redakteur gestattet. Die Satiren und Humoresken fallen in die achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts, eine düstere Periode der russischen Geschichte. Die Zeit der liberalen Reformen ist vorbei, und die Reaktion triumphiert. Mit seinen vordergründig apolitischen und heiteren Geschichten gelingt es Cechov dennoch, die Zensur zu umgehen und die Mißstände der Zeit darzustellen. Damit reiht er sich ein in eine Tradition der Satire, die sich seit Puschkin und Gogol in Moskau und St. Petersburg entwickelte und die Cechov schon von seiner Geburtsstadt Taganrog aus beobachtet hatte. Sein ganzes jugendliches Temperament kommt in dieser Form zum Ausdruck: humorvoll, frech und ungemein vital.

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»Unterschwellige Tragik des Stoffes, leichtfüßige Komik der Figuren: Das eben hat Cechov geschafft.« Der Spiegel

»Da ist er, der Ton! ›Wie hübsch erschien sie ihm, beleuchtet von den Strahlen der untergehenden Sonne!‹ Da ist der deutsche Cechov-Ton, der Urban-Cechov-Ton, und wie schön erscheint er uns, wie richtig und wie angemessen... Also, davon kann es keinen Satz zuviel geben! Es ist alles da: die Kürze und die Eleganz, die trockenen Dialoge, der tiefe und zutiefst menschliche Witz. Anton Cechov hat auch einen väterlichen Anteil an jenen Formen der russischen Literatur, die wir als Avantgarde kennen. Sein skurriler Humor, seine stilistische Kühnheit, seine Aus- und Einfälle ins Abstruse, Abgründige leiten direkt zu Daniil Charms et alii. Was für ein Glück, daß er zwar kurz, aber auch viel geschrieben hat!«Badische Zeitung

»Cechov stemmte sich von früh auf mit Kraft und Verspieltheit gegen die Tristesse seiner Umgebung. Er hielt auf Würde in einer Welt der Niedertracht. Er sprach von der Brutalität seiner Umgebung und setzte ihr Zartheit entgegen. Er tat das im Leben, und er tat es, wie dieser Band zeigt, auch in seinen frühen Geschichten.«Tages-Anzeiger

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