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Hartmut Lange

Foto: Copyright © Renate von Mangoldt

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Hartmut Lange

Autor

Hartmut Lange, 1937 in Berlin-Spandau geboren, studierte an der Filmhochschule Babelsberg Dramaturgie. 1960 erhielt er eine Anstellung als Dramaturg am Deutschen Theater in Ostberlin. Von einer Reise nach Jugoslawien kehrte er nicht in die DDR zurück. Er ging nach Westberlin, arbeitete für die Schaubühne am Halleschen Ufer, für die Berliner Staatsbühnen und am Schiller- und am Schlosspark-Theater. Lange schreibt Dramen, Essays und Prosa. 2003 wurde er für sein Werk mit dem Italo-Svevo-Preis ausgezeichnet.

»Hartmut Lange gilt seit geraumer Zeit als Außenseiter der deutschen Literatur. Tatsächlich widmet er sich in seinen Texten auf einzigartige Weise der dunklen, gemeinhin unterdrückten Seite unserer Existenz: der Lebenslüge, dem lange verdrängten Geheimnis, der nie gesühnten Schuld und vor allem der eigenen Endlichkeit; kurz, dem, was sich des Nachts in unseren Alpträumen regt und artikuliert. Und Langes Kunst besteht darin, dieses Unterdrückte für uns im hellen Licht des Tages zu inszenieren. Darin erinnert er an Guy de Maupassant oder Edgar Allan Poe. Lange lässt seine Figuren nicht an psychischen Defekten laborieren. Vielmehr diagnostiziert er als Ursache ihrer Störung einen Mangel an Metaphysik. Darum sind seine Bücher in einer Zeit, in der die Seinsfragen auch deshalb so drängend geworden sind, weil sie so lange verdrängt wurden, so unerhört aktuell. Hartmut Lange ist, auch wenn er neben all seinen Novellen und Erzählungen nur einen einzigen wirklichen Roman vorgelegt hat, ein solcher Furchtloser: ein unerschrockener Kämpfer an der Front der Worte, der sich dort immer neu seinen Ängsten stellt.«Der Spiegel

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