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Hugo Loetscher  |  Die Augen des Mandarin  |  Roman, Taschenbuch, 384 Seiten | € (D) 9.90 / sFr 17.90* / € (A) 10.20

Roman, detebe 23272 Broschur, 384 Seiten
Erschienen in Mai 2001

ISBN 978-3-257-23272-1
(D) 9.90 / (A) 10.20
sFr 17.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Hugo Loetscher
Die Augen des Mandarin

»Kann man mit blauen Augen sehen?« Die Frage eines fiktiven Mandarins stimuliert Past, den Ex-Angestellten einer obskuren Kulturstiftung, zu Erinnerungen aus seinem bewegten Leben, entführt ihn noch einmal in fast alle Erdteile und entlockt ihm pointierte Geschichten - in einem berauschenden Nebeneinander der Kontinente, Zeiten und Bilder. Bilanz eines intensiven Blicks, trotz »blaugrüner Augen«.

Mehr zum Inhalt

›Kann man mit blauen Augen sehen? Der Mandarin stellte die Frage, als er zum ersten Mal Barbaren aus Europa begegnete. – Kann man mit blaugrünen Augen sehen? Dies fragte Past. Nicht am kaiserlichen Hof von Peking, sondern in einer europäischen Stadt wie Zürich, gute dreihundert Jahre später. Nicht in einem Reich, das daran ging, seine Mitte zu verlieren, sondern in einem Kontinent, der seine Zentrallage hinter sich hatte ...‹ Die Frage nach der Sehfähigkeit seiner Augen stimuliert Past, den Ex-Angestellten einer obskuren Kulturstiftung und Spezialisten für Gedenktage und Neujahrsfeiern, zu Erinnerungen aus seinem bewegten Leben. Sie entführt ihn noch einmal in fast alle Erdteile, sie entlockt ihm pointierte Geschichten und Anekdoten – in einem verstörenden, berauschenden Nebeneinander der Kontinente, Zeiten und Bilder, in dem sich Ränder und Zentren auflösen, sich unerwartet das Vertraute im Fremden und das Fremde im Vertrauten zeigt. Kaleidoskop einer Welt, durch die man mühelos zappen kann und die sich doch nicht mehr begreifen lässt – außer im Geschichtenerzählen. Bilanz einer Bewusstseinslage und eines intensiven Lebens, eines ewig Neugierigen, der schon »aus Berufsgründen großräumig denkt«, voller Vitalität, Skepsis, Nachdenklichkeit – und von einem geradezu fernöstlich anmutenden Gleichmut: ein Perplexer einer Zeit des Wirrwarrs, die mit einem Löschfest endet.

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»Nichts entgeht Hugo Loetschers Helden Past. Alles wird eingeordnet, interpretiert. Gemeinsam mit dem Mandarin, der im zweiten Teil des Buches zu einem veritablen Gesprächspartner mutiert, vergleicht er Kulturen miteinander, sucht das Vertraute im Fremden und das Fremde im Vertrauten. Spielerische Ironisierung, Phantasie und Witz, essayistische Passagen und Dokumentarisches sorgen für eine irritierende Vielfalt der Darstellungsweisen. ›Die Augen des Mandarin‹ ist ein Roman, der in seiner variantenreichen Schreibart und verwirrenden Vielschichtigkeit an Loetschers Immunen-Romane erinnert.«Norddeutscher Rundfunk

»Ich höre dem Helden von Hugo Loetscher genauso gerne beim Erzählen zu, wie ich mich von seinen Geschichten faszinieren, berühren lasse, davon, wie er ansetzt, fortführt, anscheinend beendet, um dann mindestens noch einmal in eine ganz andere Richtung zu führen.«Österreichischer Rundfunk

»Anders als alles Gewohnte und sehr zum Staunen. ›Die Augen des Mandarin‹ ist nicht ein Roman, eher schon zweihundert Romane in einem. Es ist ein Funkeln, Blitzen und Witzeln von Geschichten, Ideen und Pointen, wie man es eher selten trifft in dieser Welt.«Tages-Anzeiger

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