Logo Diogenes Verlag
2
Barbara Vine  |  Aus der Welt  |  Roman, Taschenbuch, 464 Seiten | € (D) 12.90 / sFr 22.90* / € (A) 13.30

Roman, detebe 23797 Broschur, 464 Seiten
Erschienen in Dez. 2008

ISBN 978-3-257-23797-9
(D) 12.90 / (A) 13.30
sFr 22.90*
* unverb. Preisempfehlung

LeseprobeMerken Platzhalter Okay-Icon Drucken

Barbara Vine
Aus der Welt

Aus dem Englischen von Renate Orth-Guttmann

Kerstin Kvist, eine junge schwedische Krankenschwester, kommt nach Lydstep Old Hall zur Pflege des kranken John Cosway. Doch nicht nur der erwachsene Sohn des Hauses verhält sich auffällig, auch der Rest der Familie wirkt eigenartig. Aus dieser Welt gibt es kaum noch ein Entkommen...

Mehr zum Inhalt

Die junge Schwedin Kerstin Kvist weiß nicht, was sie erwartet, als sie, um in der Nähe ihres Freundes zu sein, eine Stellung bei den Cosways auf Lydstep Old Hall antritt: ein wunderlicher Bau – fast ein Herrenhaus –, abgelegen im ländlichen Essex. Doch die Familie erweist sich als noch wunderlicher als das Haus. Die verwitwete Mrs. Cosway führt ein strenges Regiment, unter dem vor allem ihre drei unverheirateten Töchter leiden. Eine geheimnisvolle vierte Tochter – ebenfalls Witwe und offenbar sehr wohlhabend – kommt und geht, wie es ihr passt, ohne einen Hehl aus ihrer Verachtung für die anderen Familienmitglieder zu machen. Das größte Rätsel für Kerstin aber ist Mrs. Cosways erwachsener Sohn John, der schwermütig und selbstbezogen im Haus herumschleicht. »Der Irrsinn liegt in der Familie«, erklärt eine der Töchter. Doch als Krankenschwester weiß Kerstin, dass man jemanden nicht einfach ohne ärztliche Aufsicht mit Medikamenten ruhig stellen kann. Abgesperrte Türen und eine verschlossene Bibliothek: die scheinbar wohlanständige Familie hat vieles zu verbergen in einer Zeit, als die Freiheiten der sechziger Jahre das ländliche England noch nicht erreicht haben. Die fortschrittliche Schwedin macht vor Verboten nicht halt.

StimmenAlle anzeigen

»Barbara Vines Buch ›Aus der Welt‹ ist wieder ein typischer Vine-Roman, eines jener fein ausgetüftelten Soziogramme, in denen Morde höchstens am Rande geschehen und sich trotzdem eine quälende Spannung aufbaut.«Süddeutsche Zeitung

»Die junge Schwedin Kerstin Kvist glaubt in den Sechzigerjahren ihren Traumjob gefunden zu haben. Eine Familie engagiert sie als Hilfe, um den kranken Sohn zu pflegen. Barbara Vine alias Ruth Rendell beherrscht das Krimi-Handwerk perfekt. Mit erzählerischem Geschick baut sie einen hintergründigen Spannungsbogen auf, der einen durchwegs gefangen hält. Vordergründig kontrastiert sie feinfühlig die moderne Weltsicht der jungen Schwedin mit den traditionellen Normen einer untergehenden autoritären Gesellschaft.«Facts

»Barbara Vine hat eine sadistische Ader. Sie lässt ihren Roman mit dem Ende der Geschichte beginnen und springt erst dann in die Vergangenheit. Das gibt ihr die Möglichkeit, ihre Erzählerin durch geschickte Einschübe immer nur so viele Anhaltspunkte geben zu lassen, dass man vor Spannung ganz kribbelig wird. Die Figuren sind liebevoll und bis ins Detail ausgearbeitet, man fühlt sich in die Geschichte eingebunden und entwickelt regelrechte Hassgefühle. Um was es eigentlich geht? Um ein altes, verlebtes Herrenhaus in einem englischen Dorf. Um dessen extrem unentspannten Bewohner. Und um eine junge Schwedin, die mitten in ein Trauerspiel hineingerät, das seinesgleichen sucht. Am besten genießt man diesen herrlich altmodischen Krimi bei Tee mit Milch und Shortbread.«kulturnews

Lesezeichen / Weitersagenschliessen