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Slawomir Mrozek  |  Der Botschafter  |  Hardcover Leinen, 544 Seiten | € (D) 21.90 / sFr 38.90* / € (A) 22.60

Hardcover Leinen, 544 Seiten
Erschienen in Jan. 1993

ISBN 978-3-257-01944-5
(D) 21.90 / (A) 22.60
sFr 38.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Slawomir Mrozek
Der Botschafter

und andere Stücke
Aus dem Polnischen von Christa Vogel und M.C.A. Molnar

›Der Botschafter‹ eines großen Landes bekommt ein merkwürdiges Geschenk: einen hellblauen Globus — ohne Kontinente. Plötzlich stößt der Kopf eines Mannes oben durch den Globus, wie ein Küken aus dem Ei. »Was darf´s denn sein? Ein Martini? Ein Sherry?« fragt der Botschafter — »Asyl!« antwortet der Mann. Außerdem: ›Ein Sommertag‹, ›Alpha‹, ›Der Vertrag‹, ›Das Porträt‹, ›Die Witwen‹.

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»Thema ist der Tod. Dessen Bühnengestalt, schwarzgekleidet, ausgestattet mit dem Charme einer ehrwürdigen Kokotte, läßt keinen Ton von sich hören. Der Tod schweigt. So teuflisch und konsequent schweigend, beteiligt er sich nicht aktiv an der Intrige, wird allerdings zum Kernpunkt einer ungewöhnlich symmetrisch-geometrischen Bühnenerzählung. Mrozek ist ein hervorragender Fachmann im Konstruieren von paradox-surrealistischen todessüchtigen Dialogen. In den ›Witwen‹ sind sie hervorragend.«Die Welt

»Mrozeks politische Parabeln sind von stupender Diagnostik.«Die Zeit

Zu ›Das Porträt‹: »Mrozeks Genauigkeit richtet sich nicht auf Historie und Milieu, sondern auf die Vorgänge. Was passiert ist, fügt sich, Stalin als Synonym für Ideologie, zum Modell und kann auch Polen 1980 oder die DDR 1989 meinen.«Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Das absolute Gehör für groteske Zustände und Zusammenhänge sagt man in Polen Slawomir Mrozek nach. Der Zürcher Diogenes Verlag bringt diesen brisanten wie amüsanten Autor jetzt in mehreren Bänden: ›Der Botschafter und andere Stücke‹ sowie ›Striptease und andere Stücke‹ — allesamt ein Hochgenuß für Menschen mit hintergründigem Humor, denn hinter der Fassade des Gelächters verbirgt sich das düstere Drama der Gegenwart.«Main-Echo

»Neue Variationen der Mrozekschen Themen und dramatischen Techniken, hintergründige Farcen über Leben und Tod, Liebe, Ehe und Selbstmord, makabre Scherze, Durchschauen menschlicher Schwächen, Reichtum an Einfällen, Situationskomik, überraschenden Pointen und philosophisch aufgeladenen Dialogen, Balanceakte zwischen dem Mehrdeutigen und dem Eindeutigen, doch mehr noch als früher die direkte politische Aussage, unverschlüsselt und unverhüllt, so spezifisch polnisch wie global.«Neue Zeit

»Viele Stilmittel des absurden Theaters tauchen in Mrozeks Grotesken auf, und was sich auf den ersten Blick wie der pure Spaß am Absurden ausnehmen mag, wirkt wie bewußte Tarnung, sobald man den politischen Kern entdeckt hat: die bizarren Einfälle, die zunächst einer verspielten Phantasiewelt anzugehören scheinen, treffen satirisch die diktatorischen Gelüste der realen Welt – nicht nur des Ostens, versteht sich, sondern überall.«Spielplan – Schauspielführer von der Ant

»Die Aktualität des Stückes ›Das Porträt‹ läßt sich leicht auf die Stasiproblematik nach dem Zusammenbruch der DDR übertragen – kann aber gleichzeitig grundsätzlicher aufgefaßt werden.«Süddeutscher Rundfunk

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