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Slawomir Mrozek  |  Balthasar  |  Autobiographie, Hardcover Leinen, 384 Seiten | € (D) 22.90 / sFr 40.90* / € (A) 23.60

Autobiographie, Hardcover Leinen, 384 Seiten
Erschienen in April 2007

ISBN 978-3-257-06581-7
(D) 22.90 / (A) 23.60
sFr 40.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Slawomir Mrozek
Balthasar

Aus dem Polnischen von Marta Kijowska

Seine Stücke ›Tango‹ und ›Striptease‹ kennen nicht nur Theaterfans. Seine Stücke werden rund um den Globus gespielt, kein anderer Theaterautor nach Samuel Beckett wurde so berühmt. Nun schrieb der Dramatiker von Weltrang seine Autobiographie.

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Es war ein abenteuerliches Leben, zu dem der in der Schule eher schüchterne junge Slawomir praktisch gezwungen wurde: Er war Kind und Jugendlicher während der Kriegszeit, erlebte die Okkupation durch die Nazis, die Befreiung Polens, die Hungerjahre im und nach dem Krieg, den Aufbau der ›Volksrepublik Polen‹. Mrozek erzählt auf rührende Weise, wie sein Weg zum Theater durchaus nicht gradlinig verlief: Er führte über das Architekturstudium, über den Journalismus, das Kunststudium, das Karikaturenzeichnen für ein Wochenblatt und über das Schreiben für ein Kabarett. Erst im Jahre 1958 schrieb er sein erstes, erfolgreiches Theaterstück ›Polizei‹. Von da an wusste er genau, wohin sein Weg ging. Mrozek verschweigt auch nicht seine jahrelange Mitgliedschaft in der ›Polnischen Arbeiterpartei‹. Erst durch seine Auslandsreisen nach Paris und New York gewann er so viel Abstand, dass er nach seiner Heimkehr das Parteibuch abgab. Die Niederschlagung des Prager Frühlings veranlasste ihn schließlich, mit seiner ersten Frau, Maria Obremba, von einer Auslandsreise nach Paris nicht nach Polen zurückzukehren. So wurden aus einem Touristenaufenthalt in Italien und Frankreich zwanzig Jahre Exil in Paris und dreizehn Jahre in Mexiko, wohin ihn seine zweite Ehe mit der Theaterregisseurin Susana Osorio brachte. Nach der Wende in Polen kehrten die beiden in Mrozeks Heimatstadt Krakau zurück, in der ihn auch heute noch jedes Kind kennt. Slawomir Mrozek, der sich seit seinem Schlaganfall Balthasar nennt, zum Zeichen, dass er danach nicht mehr derselbe war, schaut zurück auf ein bewegtes Leben, in dem es nur eine Konstante gab: das Theater.

StimmenAlle anzeigen

»Episoden aus ferner Vergangenheit findet der Leser zu einem gleichermaßen besinnlichen wie vergnüglichen Text verwoben; komische und traurige Momente wechseln einander stetig ab. Besonders anrührend sind die Porträts von Verwandten, skizziert in ihrer kleinbürgerlichen Erhabenheit, mit ihren Schwächen und Lastern, sowie die dezenten Naturschilderungen.«Deutschlandradio

»Die Autobiographie eines der letzten wirklichen Humanisten in der europäischen Literatur bietet Vergnügen und Lebensschule zugleich.«Die Welt

»Ein bewegendes Dokument der Wiederkehr.«Tages-Anzeiger

»Slawomir Mrozek ist in seiner Heimat Polen eine lebende Legende. Meist rückt er der Gesellschaft mit Satire zu Leibe. Seit einem Schlaganfall nennt sich Mrozek ›Balthasar‹. Unter diesem Titel ist jetzt seine wunderbare Autobiographie erschienen.«Dresdner Morgenpost

»Die Geschichte einer Selbstfindung, die aber im Biographischen eine Epoche spiegelt. Die von Marta Kijowska vorzüglich übersetzte Schilderung ist sachlich, unpathetisch, unprätentiös. An einer Stelle schreibt Mrozek: ›Ich erzähle nicht gern, ich höre lieber zu. Ich gehe davon aus, dass ich beim Erzählen nichts erfahren kann, was ich nicht schon weiß, während ich beim Zuhören sehr viel Neues erfahren könnte.‹ Diese lobenswerten Bedenken hat Mrozek mit seiner Autobiographie überwunden –zum Vorteil des Lesers.«Die Presse

»Die Autobiographie eines der letzten wirklichen Humanisten in der europäischen Literatur bietet Vergnügen und Lebensschule zugleich.«Die Welt

»Eine eindringliche Autobiographie. Slawomir Mrozeks Autobiographie hat nicht nur der Aphasie ein Buch abgerungen, sondern auch den denkbar depressiven Lebensumständen seiner Jugend all die Komik und alle Poesie, die noch im Schlimmsten verborgen sind.«Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Eine interessante Autobiographie, die dem Leser keinen Zweifel daran lässt, dass der Autor in der Vergangenheit ein bewegtes, wenn auch nicht angenehmes und einfaches Leben geführt hat.«Preussische Allgemeine Zeitung

»Man sagt in Warschau, Mrozek besitze das absolute Gehör für groteske Zustände. Unter der Oberfläche seines Gelächters verbirgt sich – wie in Shaws paradoxen Parabeln und wie in Majakowskijs Buffo-Mysterien – das düstere Drama der Gegenwart. Man kommt ihm näher, wenn man sich einen kafkaesk verfremdeten Cechov oder einen slawisch parodierten Kafka denkt.« Karl Dedecius

»Kein anderer Schriftsteller der polnischen Nachkriegsliteratur, sieht man vom Sonderfall Lem ab, hat es so diskussionslos geschafft, zu Lebzeiten zum Klassiker zu werden wie Slawomir Mrozek.«Neue Zürcher Zeitung

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