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Claudia Schmölders (Hg.)  |  Balzac – Leben und Werk  |  Taschenbuch, 512 Seiten | € (D) 12.90 / sFr 22.90* / € (A) 13.30

detebe 22661 Broschur, 512 Seiten
Erschienen in Dez. 2007

ISBN 978-3-257-22661-4
(D) 12.90 / (A) 13.30
sFr 22.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Balzac – Leben und Werk

Essays und Zeugnisse von Victor Hugo, Gustave Flaubert, Oscar Wilde, Hugo von Hofmannsthal, Georges Simenon, Friedrich Dürrenmatt u.a.
Herausgegeben von Claudia Schmölders

Balzac – sein Leben scheint wie aus einem von ihm selbst geschriebenem Roman. Dieses Buch gibt Anhaltspunkte über Leben und Werk dieses genialen und einzigartigen Romanciers mit Artikeln aus Balzacs eigener Feder, aus der Sicht von Zeitgenossen und späten Bewunderern. Mit Chronik, Bibliographie und einem Repertorium der zweihundert wichtigsten Romanfiguren der ›Menschlichen Komödie‹ ...

Mehr zum Inhalt

Ein Muss für jeden Balzac-Liebhaber! In diesem Band sind die schönsten Beiträge zu Leben, Werk und Person des berühmten französischen Romanschriftstellers versammelt: Berichte von Augenzeugen wie Hans Christian Andersen, Charles Baudelaire, Théophile Gautier und Victor Hugo. Zeugnisse von so berühmten Lesern wie Gustave Flaubert, Oscar Wilde, Karl Marx, August Strindberg, Bert Brecht und Friedrich Dürrenmatt. Essays von Anhängern und Gegnern: George Sand, Henry James, Hugo von Hoffmannsthal, Marcel Proust, Ernst Robert Curtius und Theodor W. Adorno. Ein lebendiges und einfühlsames Porträt von Georges Simenon. Unentbehrliche Hinweise auf die Entstehung seiner Werke; Balzacs eigene Vorrede zur ›Menschlichen Komödie‹. Sowie Chronik, Bibliographie und ein Repertorium der zweihundert wichtigsten Romanfiguren.

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»Es hat mich immer wieder erstaunt, daß er als ›Beobachter‹ so berühmt war; mir schien von jeher sein größtes Verdienst darin zu liegen, daß er ein Visionär war, ein Seher, und zwar ein leidenschaftlicher Seher. Alle seine Gestalten sind mit dem glühenden Leben begabt, das ihn selbst beseelte. Alle seine Erfindungen leuchten so tief wie Träume. Von der höchsten Aristokratie bis zur Hefe des Volks hinunter sind alle Personen seiner ›Komödie‹ lebensgieriger, hartnäckiger und listiger im Kampf, geduldiger im Unglück, unersättlicher im Genuß, engelhafter in der Hingabe als die Komödie der Wirklichkeit sie uns vorführt. Bei Balzac hat, kurz gesagt, jeder Mensch Genie, sogar die Concierge.«Charles Baudelaire

»Haltet euch an Balzac, das ist ein Rat wie: Haltet euch an das Meer!«Bert Brecht

»Balzac möchte ich empfehlen. Das riesenhafte Werk des Franzosen (welches in meiner Bibliothek zwischen dem Homer und Tausendundeiner Nacht steht) hat nichts von seiner Bedeutung eingebüßt, nichts von seiner Kraft zu faszinieren. Im Gegenteil. Mit wachsender Entfernung stellt sich erst die eigentliche Dimension dar. Dieses scheinbar planlose und doch so genau konzipierte Durcheinander von Aristokraten, Eheleuten, Bürgern und Kleinbürgern, Bankiers, Dirnen, Heiligen, Sonderlingen, Geizhälsen, Teufeln, Journalisten, Advokaten und Politikern (Reihenfolge ganz zufällig) und was sonst noch das Paris jener Tage bevölkerte, diese unvergeßlichen Gestalten, umbrandet von Elend und gierig nach Reichtum, nach Luxus, nach Ruhm, nach Liebe, diese Menschen aller Klassen, mit denen der große, unbestechliche Epiker wie mit Bällen spielt, bald grausam, bald gnädig, sie bald in die Hölle, bald in irgendein Kloster schickend, doch nie aus Zynismus, nie aus Moral, sondern alle Geschöpfe seiner Phantasie gleicherweise liebend, stets ›ihren‹ Gesetzen folgend, nicht den seinen, wie man ausrufen möchte (wenn dies auch eine Täuschung ist, doch, welche Täuschung!): Kurz, dies alles liest man zwar wohl immer noch mit der gleichen Begeisterung, jedoch mit steigender Bewunderung.«Friedrich Dürrenmatt

»All seine Bücher bilden nur ein Buch, ein lebendiges Buch, lichtvoll, tief, wo man unsere ganze zeitgenössische Zivilisation kommen und gehen und sich bewegen sieht, die Realität irgendwie gemischt mit Bestürzendem und Schrecklichem.«Victor Hugo

»Wenn man die ›Menschliche Komödie‹ gelesen hat, fängt man langsam an zu glauben, daß die einzig wirklichen Menschen die sind, die es in Wirklichkeit nicht gegeben hat. Was könnte einem noch daran liegen, auf eine Abendgesellschaft zu gehen, um den Freund aus Knabentagen zu treffen, wenn man zu Hause sitzen kann mit Lucien de Rubempré?«Oscar Wilde

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