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Friedrich Dürrenmatt, Max Frisch, Peter Rüedi (Hg.)  |  Briefwechsel  |  Brief, Taschenbuch, 240 Seiten | € (D) 11.90 / sFr 21.90* / € (A) 12.30

Brief, detebe 23289 Broschur, 240 Seiten
Erschienen in April 2001

ISBN 978-3-257-23289-9
(D) 11.90 / (A) 12.30
sFr 21.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Max Frisch, Friedrich Dürrenmatt
Briefwechsel

Herausgegeben von Peter Rüedi

Vor 10 Jahren starben zwei Große der Schweizer Literatur des 20. Jahrhunderts: Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt. Ihr schmaler Briefwechsel ist ein gewichtiges Dokument ihrer schwierigen Freundschaft, einer kritischen, respektvollen, unter dem Druck des zunehmenden Ruhms der beiden zunächst ironisch-neckischen, dann ernsthaft gefährdeten, ja gescheiterten Freundschaft. Der Essay von Peter Rüedi stellt den Briefwechsel in Zusammenhang von Leben, Werk und Zeitgeschichte.

Mehr zum Inhalt

Das Gewicht eines Briefwechsels bemißsst sich nicht immer nach dessen Umfang. Was sich Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt schriftlich mitteilten, sind nicht einmal 40 Briefe, Postkarten und Notizen. Aber was hier erstmals gedruckt vorliegt, sind außergewöhnliche Dokumente einer kritischen, respektvollen, unter dem Druck des zunehmenden Ruhms der beiden erst ironisch-neckischen, dann ernsthaft gefährdeten, ja gescheiterten Freundschaft. Die beiden berühmtesten Schweizer Autoren des 20. Jahrhunderts waren für den Literaturbetrieb, namentlich im Ausland, aneinandergekettet wie ein Komikerpaar, was die beiden gelegentlich belustigte und meistens ärgerte. Gemein hatten sie die Erfahrung einer 1939–45 verschonten und eingeschlossenen Schweiz und deren Schuld im 2. Weltkrieg; die je andere Beschäftigung mit Kierkegaard und Brecht; die unterschiedliche, aber gleich entschiedene Armee- und Antikommunismuskritik; den Werkplatz am Schauspielhaus Zürich mit dem von beiden verehrten Dramaturgen Kurt Hirschfeld. Bevor Frisch und Dürrenmatt in den 50er Jahren als Schweizer weltweit zu Stars avancierten, fanden in diesen Briefen ›kollegiale Werkstattgespräche‹ statt, zwischen zwei Autoren, die strenggenommen nicht einmal der gleichen Generation angehörten. In Frischs Eröffnungskompliment vom 22. Januar 1947 für Dürrenmatts erstes Dramamanuskript ›Es steht geschrieben‹ ist ein patronales Wohlwollen gerade deshalb zu spüren, weil er es so sehr zu vermeiden sucht; und Dürrenmatts »Abschiedsbrief« an Frisch vom 11. Mai 1986 – für Hans Mayer »eines der großen literarhistorischen Dokumente dieses Jahrhunderts« – beginnt mit dem Satz: ›Lieber Max, es war für Dich einst ein Problem, dass ich zehn Jahre jünger bin als Du. Das spielt jetzt keine Rolle mehr. Unserer beider Rutschbahn, im Nichts endend, die wir noch hinunterzuschlittern haben, ist ungefähr gleich lang.‹ Ein Nachwort von Peter Rüedi, langjährigem Kritiker beider Autoren, stellt den Briefwechsel in den Zusammenhang von Leben, Werk und Zeitgeschichte.

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»Erstmals ist mit der Edition dieses Briefwechsels das ganze Ausmaß der Verstörungen und wechselseitigen Mißverständnisse zwischen Frisch und Dürrenmatt deutlich. Die Sammlung ist äußerst reizvoll und aufschlußreich: Sie enthält das Psychogramm zweier bedeutender Temperamente, wie sie unterschiedlicher kaum zu denken sind.«Der Spiegel

»Nun sind wir Leser es, die dem so oft unterbrochenen Briefdialog dieser beiden zur Freundschaft Verfluchten folgen dürfen, und das Lesevergnügen ist, Voyeurismus eingeschlossen, eminent, wozu, über die 33 erhaltenen Briefe und Briefentwürfe hinaus, auch der subtil und sensibel gewichtende Einleitungsessay des Herausgebers Peter Rüedi beiträgt, dem überdies die kenntnisreich-detailfreudigen Anmerkungen zu den einzelnen Briefen zu verdanken sind.«Neue Zürcher Zeitung

»Die Edition ist sorgfältiger nicht denkbar. Peter Rüedi ist aber nicht nur für die editorische Arbeit zu loben, sondern vor allem wegen seiner Einführung, die mit vielen Fakten und noch mehr Verständnis und Hintergrundwissen die Umstände der schwierigen Freundschaft durch all die Jahre darstellt.«Salzburger Nachrichten

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