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Leo Tolstoi  |  Krieg und Frieden  |  Roman, Taschenbuch, 2122 Seiten | € (D) 24.90 / sFr 43.90* / € (A) 25.60

Roman, detebe 21970 Broschur, 2122 Seiten
Erschienen in Dez. 2007

ISBN 978-3-257-21970-8
(D) 24.90 / (A) 25.60
sFr 43.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Leo Tolstoi
Krieg und Frieden

Aus dem Russischen von Erich Boehme

›Krieg und Frieden‹ erzählt die Geschichte zweier russischer Adelsfamilien zur Zeit der Napoleonischen Kriege zwischen 1806 und 1812. Wesentliches Konstruktionsprinzip dieses Monumentalromans ist dabei die Kontrastierung: Krieg und Frieden, Freude und Trauer, Tanzball und Soldatenmarsch, Leben und Tod.

Mehr zum Inhalt

Zweifelsohne ist ›Krieg und Frieden‹ ein Meilenstein der Weltliteratur. Zunächst war es als Familienchronik geplant, geriet dann jedoch zu einer umfassenden Darstellung der Ereignisse in Russland an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert – Zeitgenossen wie Nachfahren Tolstois waren beeindruckt von seiner Leistung. Als Student wollte Tolstoi auf seinem Gut das Elend der Bauern mildern, stieß jedoch nur auf Misstrauen und Undankbarkeit. Er floh in die Armee, wo er während des Krimkrieges zu schreiben begann. Ohne seine Frau Sofja Andrejewna gäbe es weder ›Krieg und Frieden‹ noch ›Anna Karenina‹: Sie spornte ihn an und gab ihrem Mann während über zehn Jahren den für seine Arbeit nötigen inneren Frieden. Der dann plötzlich zerbrach: »Ich war keine 50 Jahre alt, ich liebte, ich wurde geliebt, ich hatte gute Kinder, ein großes Gut, Ruhm, sittliche und körperliche Kraft. Plötzlich stockte mein Leben« – ihm war die Sinnlosigkeit desselben aufgegangen. Tolstoi kleidete sich wie ein Bauer und wurde Prediger und Moralist, seine Ehe zerbrach. Mit 82 Jahren riss er eines Nachts aus und starb nach 10 Tagen in der kleinen Bahnstation Astapowo.

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»Tolstois Leistung besteht darin, die Dinge so sehen zu lassen, wie sie fast niemand sieht, nämlich so, wie sie sind. Es gibt Schilderer, die sofort langweilig werden, wenn sie nur ein bißchen expandieren, und es gibt Seelenmaler, die überhaupt erst bei der Breite anfangen. Unter diese gehört Tolstoi. Nicht als ob er redselig wäre: er sagt niemals etwas Entbehrliches und wiederholt sich nur dort, wo es ein Mangel an Realistik wäre, sich nicht zu wiederholen. Die Ereignisse, die er schildert, sind eigentlich ziemlich sekundär. Seine Romane sind ungeheure Magazine von Beobachtungen, die sich Selbstzweck sind. Sie sind nicht etwa ein Extrakt des Lebens, sondern im Gegenteil eine Erweiterung und genauere Ausführung des Lebens. Keine der Personen, die er schildert, hätte mit Bewußtsein so viel erlebt wie der Dichter, der bloß zusieht. Die Menschen leben viel schneller, als Tolstoi dichtet. Weil sie eben keine Dichter sind. Gerade das Allerunmerklichste und Verdeckteste fängt er auf, Dinge, die kein anderer Zuschauer beachten würde, Dinge von denen die Personen, die er beschreibt, selber nichts wissen. Die Schärfe und Genauigkeit der Beobachtung ist so groß, daß sie bisweilen fast wie Ironie wirkt.«Egon Friedell

»Das beste Buch, das ich kenne, ist ›Krieg und Frieden‹.«Ernest Hemingway

»Zweifellos der größte Roman aller Zeiten. Er konnte nur von einem Mann von hoher Intelligenz und enormer Vorstellungskraft geschrieben werden, einem Mann mit großer Lebenserfahrung und einem tiefen Verständnis für die menschliche Natur. Ein so breit angelegter Roman, der sich mit einer so entscheidenden historischen Epoche beschäftigt und eine solch Vielzahl von Figuren vorführt, war bis dahin noch nicht geschrieben worden und wird wohl auch nie wieder geschrieben werden. Ähnlich große Romane werden vielleicht geschrieben werden, aber keiner, der an diesen heranreicht. Die Erzählung reißt uns fort mit ungestümer Gewalt. Etwa fünfhundert Personen sollen in dem Buch auftreten. Sie alle haben Hand und Fuß. Das ist eine Leistung.«W. Somerset Maugham

»Das gewaltige Werk wird trotz Krieg und Tod, die ihren Tribut auch unter einigen Hauptfiguren des Romans fordern, von einer optimistischen, lebensbejahenden, vorwärtsblickenden Grundstimmung beherrscht, wie sie im weiteren Schaffen Tolstois nicht mehr wiederkehren wird.«Kindlers Literatur Lexikon

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