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Hartmut Lange  |  Leptis Magna  |  Novelle, Taschenbuch, 176 Seiten | € (D) 8.90 / sFr 15.90* / € (A) 9.20

Novelle, detebe 23592, 176 Seiten
Erschienen im Jan. 2008

ISBN 978-3-257-23592-0
(D) 8.90 / (A) 9.20
sFr 15.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Hartmut Lange
Leptis Magna

Zwei Novellen

Zwei meisterhafte Novellen über Krisen und Lebenslügen, über die Balance zwischen Bodenhaftung und Selbstverlust, über Bindungsängste und den Sog der Selbstauflösung. Novellen von irritierender Schönheit und von geradezu metaphysischer Transparenz.

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Professor Bodewig wollte auf zu neuen Ufern, und es sah ganz so aus, als würde sich dieser Wunsch erfüllen. Bodewig, Politologe an der Dahlemer Universität, hat überraschend ein Grundstück in Wien geerbt. Er bittet seine Frau, das Haus zu begutachten und die Renovierung in die Wege zu leiten. Obwohl mit seiner beruflichen Versetzung kaum zu rechnen ist, scheint er sich mit dem Gedanken zu tragen, nach Wien zu ziehen. Die alte Wohnung in Berlin ist nahezu leer, die Möbel zwischengelagert, das Haus in Wien bereit, doch Bodewig kommt nicht. Etwas scheint ihn daran zu hindern, die alte Wohnung zu verlassen. Van der Velde hatte versprochen, Sibylle zu heiraten. Doch obwohl sie nun so lange miteinander liiert sind, schiebt der Computerfachmann diese letzte Formalität immer wieder hinaus. Hingegen äußert er den Wunsch, mit ihr zu der berühmten Ruinenstadt Leptis Magna in Libyen zu fliegen, und bricht selbst immer wieder überstürzt zu geheimnisvollen Reisen auf. Unternehmungen, die für Sibylle im Dunkeln bleiben, bis auf ein Indiz: Bei seiner Rückkehr rieselt feinkörniger roter Sand aus seinem Koffer. Zwei bezwingende Novellen über Krisen und Lebenslügen, über Bindungsängste und das Haften am Bestehenden, über den Sog der Selbstauflösung. Novellen von irritierender Schönheit und von geradezu metaphysischer Transparenz.

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»Zwei Novellen, die auf brillante Weise das Wesen dieser schwierigen literarischen Gattung erfüllen: den Einbruch des Ungewöhnlichen und Rätselhaften in die Normalität des Alltags. Haltungen zu kritisieren, aber den Menschen, der sie vertritt, nicht zu verurteilen – dieser Kunstgriff Langes wird in ›Der Umzug‹ und ›Leptis Magna‹ nicht nur an den männlichen ›Helden‹ des Verschwindens deutlich, sondern auch an den Frauengestalten, die mit einer an Fontane erinnernden Liebenswürdigkeit gezeichnet sind, aber dadurch nichts von ihrer Irritation einbüßen. Bei alledem erzählt Hartmut Lange mit einer an den Realisten des 19. Jahrhunderts geschulten Lakonik und mit einer routinierten Klarheit, hinter der die Untiefen und Abgründe um so intensiver hervortreten können. Seine Geschichten sind Merkposten der Metaphysik in einer Welt, in der die Dinge nur scheinbar nie mehr als das bedeuten, was sie sind.«Rheinischer Merkur

»›Leptis Magna‹ ist ein verschwörerisches Buch. Eines, das von Revolten berichtet, vom Aufstand – gegen sich selbst. Die Kipp-Punkte, denen Hartmut Langes Novellen durch dramaturgische Steigerung zustürzen, verursachen ein Hochdruck-Leseerlebnis. Ein meisterliches Buch.«Buchkultur

»Phantastische Literatur, meisterlich. Der Leser verfällt nicht nur dem Sog von Langes Sprache, einem Ton, unverwechselbar in seiner Eleganz. Hartmut Langes Novellen sind der Beweis, daß das Denken in Figuren mächtiger ist als alles, was sich über Ich und Welt jenseits der Poesie sagen läßt.«Neue Zürcher Zeitung

»Nichts bei Hartmut Lange ist Knall. Und nichts Effekt. Er schreibt so durchdringend leise, daß man gegen die Stille fast schon wieder Ohrstöpsel nehmen möchte. So wurde er zu einem der bekanntesten Unbekannten der Gegenwartsliteratur.«Frankfurter Allgemeine Zeitung

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