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Hugo Loetscher  |  Lesen statt klettern  |  Essay, Taschenbuch, 496 Seiten | € (D) 10.90 / sFr 19.90* / € (A) 11.30

Essay, detebe 23721, 496 Seiten
Erschienen im Sept. 2008

ISBN 978-3-257-23721-4
(D) 10.90 / (A) 11.30
sFr 19.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Hugo Loetscher
Lesen statt klettern

Aufsätze zur literarischen Schweiz

»Wo andere Völker nach den Sternen greifen, fangen die Schweizer an zu klettern«, schreibt Hugo Loetscher. Doch wer liest, statt zu klettern, findet in diesem Band 17 brillante Essays zur Schweizer Literatur mit ihren bekannten und weniger bekannten Protagonisten. Hugo Loetschers nicht ganz unpersönliche Ansätze zu Max Frisch, Ludwig Hohl, Adolf Muschg, Friedrich Dürrenmatt, Niklaus Meienberg u.v.a.m. bilden ein Standardwerk zur Schweizer Literaturgeschichte.

Mehr zum Inhalt

Vom Alpinen in die Urbanität: Nicht in der Verherrlichung der Alpen durch Albrecht von Haller sieht Loetscher den Ursprung der Schweizer Literatur, sondern in der Autobiographie des Geißbuben Thomas Platter, der die Berge verlässt, um in Basel, der Stadt des Humanismus, sein Heil zu suchen. Ungewohnt damit der Blick übers Literarische hinaus auf ein Selbstverständnis, das von der falschen Flöten-Idylle eines Salomon Gessner zum ungemütlichen Seldwyla Gottfried Kellers reicht wie zu den voreiligen Herbergen Ludwig Hohls oder dem Heimweh nach der Zukunft von Adrien Turel. Eine überraschende Galerie entsteht mit dem »armen Hund« Friedrich Glauser, dem ungewöhnlichen Marxisten Konrad Farner oder dem begnadeten »Fumiste« Blaise Cendrars. Nicht ganz unpersönliche Aufsätze, wenn der Autor über seine »erschwerte Verehrung« Max Frischs schreibt oder seine Erinnerungen an Friedrich Dürrenmatt festhält, dem in dieser Sammlung ein Hauptplatz zukommt. Einiges erfährt man zudem in einem helvetischen Chatroom zu Adolf Muschg oder Niklaus Meienberg. Aber was auch immer zur Debatte steht, wer liest, statt zu klettern, liest wieder einmal brillante Essays von Hugo Loetscher.

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»Hugo Loetscher führt uns durch die Geschichte seiner Auseinandersetzung mit der literarischen Schweiz. Eine Summa legt er mit diesem Buch vor, kunstvoll und farbenreich komponiert. Er deutet, kommentiert, erklärt, attackiert und verteidigt. Ein eindrückliches, breit abgestütztes erzählerisch-kritisches Unternehmen.«Neue Zürcher Zeitung

»Die Stadt, nicht die Alp ist der Ort, der die Schweizer Kultur hervorgebracht hat: So die zentrale These des Buches, dessen griffiger Titel ›Lesen statt klettern‹ das Zeug zum Slogan hat. Lang wird der Weg dem lesenden Begleiter niemals; das Mittel, ihn bei Laune zu halten, ist das treffende Zitat und, wenn der Autor Zeitgenosse ist, die Anekdote. Im Dürrenmatt-Kapitel wird Literaturgeschichte, die heute immer auch Mediengeschichte ist, aufs sprechende Detail hin verdichtet – und selbst zu Literatur.«Tages-Anzeiger

»17 passionierte Für- und Widerreden: Porträts, postume Interviews, Montagen aus eigenen Rezensionen und Erinnerungen, am Ende ein fiktiven ›Chat‹ zwischen dem Autor und einigen seiner Zeitgenossen. Bekannte und Vergessene aus fünf Jahrhunderten kommen zu Wort.«Die Zeit

»Hugo Loetscher ist ein essayistischer Flaneur, der in seiner jüngsten Sammlung von Aufsätzen die literarische Schweiz nach seinen kosmospolitischen Erkenntnisinteressen kartografiert. Dank seiner differenzierten Artikulationsformen gelingen ihm feinsinnige und lebendige Porträts. Als Virtuose des Denkspiels, der sich seinen Stoffen aus der Literaturgeschichte in dialogischen Einkreisungen, anekdotischen Streiflichtern, aber auch in kritisch-essayistischen Analysen nähert, zündet Loetscher so manches Feuerwerk der Gelehrsamkeit. Seine Helden sind Exzentriker des Geistes, die lebenslang mit ihrem Heimatland im Clinch liegenden Denker einer urbanen Intellektualität - die Anti-Ideologen, Vagabunden und Querdenker.«Basler Zeitung

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