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Anton Cechov, Peter Urban (Hg.)  |  Die Insel Sachalin  |  Taschenbuch, 480 Seiten | € (D) 12.90 / sFr 22.90* / € (A) 13.30

detebe 20270 Broschur, 480 Seiten
Erschienen in Feb. 2002

ISBN 978-3-257-20270-0
(D) 12.90 / (A) 13.30
sFr 22.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Anton Cechov
Die Insel Sachalin

Aus dem Russischen von Gerhard Dick und Wilhelm Plackmeyer
Herausgegeben von Peter Urban

Als Cechov sich 1890 entschloß, die mühsame Reise zur Sträflingsinsel Sachalin, dem berüchtigten Verbannungsort vor der Küste Sibiriens, zu unternehmen, befand er sich in einer tiefen Sinnkrise. Ein Jahr zuvor war sein Bruder Nikolaj an Tuberkulose gestorben. Diese schmerzliche persönliche Erfahrung verstärkte Cechovs Interesse an den gesellschaftlichen Problemen Rußlands. Die Insel Sachalin ist eine erschütternde Anklageschrift, mit der Cechov die Gesellschaft aufrütteln und sie auf Krankheit und Elend der Strafgefangenen Sachalins aufmerksam machen wollte.

Mehr zum Inhalt

»Sie schreiben, niemand brauche Sachalin, es sei für niemanden von Interesse. Sollte das wahr sein? Sachalin nicht brauchen und uninteressant finden kann nur eine Gesellschaft, die Menschen nicht zu Tausenden dorthin verbannt und nicht Millionen dafür ausgibt. Nach Australien in der Vergangenheit und Cayenne ist Sachalin der einzige Ort, wo man Kolonisation durch Verbrecher studieren kann; ganz Europa interessiert sich dafür, und wir brauchen das nicht?« (Cechov in einem Brief an seinen Verleger Suvorin, 9.3.1890)

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»Dieser so stille, so nostalgisch scheinende Cechov hat eben nicht nur seine Erzählungen und seine Dramen geschrieben, sondern auch das Buch über die ›Insel Sachalin‹, die russische Sträflingskolonie. Als er dreißig war, hat sie ihn gepackt wie ein Fieber, diese ›mania sachalinosa‹. ›Ich bin froh‹ - schreibt er einmal -, ›daß in meiner belletristischen Garderobe auch dieser grobe Häftlingskittel hängen wird.‹«Walter Boehlich

»Was ich an Cechov bewundere, ist sein ungeheurer Fleiß und sein Selbstverständnis als Arzt und Berichterstatter über Sachalin; ›Sachalin‹ sollte Pflichtlektüre werden für alle, die auch nur irgendwo, irgendwie mit dem sogenannten Strafvollzug zu tun haben.«Heinrich Böll

»Wie kaum ein anderer hat Cechov auf den Pulsschlag des modernen Lebens gehorcht.«Neue Zürcher Zeitung

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