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 Molière  |  Der eingebildete Kranke / Die Gaunereien des Scappino  |  Taschenbuch, 160 Seiten | € (D) 7.90 / sFr 13.90* / € (A) 8.20

detebe 20205, 160 Seiten
Erschienen im Jan. 2003

ISBN 978-3-257-20205-2
(D) 7.90 / (A) 8.20
sFr 13.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Molière
Der eingebildete Kranke / Die Gaunereien des Scappino

Zwei Komödien
Aus dem Französischen von Hans Weigel

In Abwesenheit ihrer Väter knüpfen Octave und Léandre Liebesbande: Octave heiratet Hyacinthe, ein armes Mädchen unbekannter Herkunft; Léandre verliebt sich in Zerbinette, die unter fahrendem Volk aufgewachsen ist. Der schelmische Diener Scappino soll durch allerlei List und Streiche die Zustimmung der Väter bewirken.

Mehr zum Inhalt

Umgeben von zahllosen Arzneiflaschen, ›umsorgt‹ und dabei kräftig ausgebeutet von medizinischen Scharlatanen, ist der von tausend eingebildeten Leiden geplagte Argan ebenso bedauernswert wie unerträglich. Seine Tochter will er (aus praktischen Gründen) mit einem Arzt verheiraten, doch diese liebt den jungen Cléante ...

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»Von allen Stücken Molières bevorzuge ich entschieden den ›Malade imaginaire‹; es scheint mir am neuesten, am kühnsten, am schönsten, und zwar weitaus. Wäre dieses Stück ein Gemälde — wie würde man über sein ›Sujet‹ außer sich geraten! Wenn Molière in Versen schreibt, zieht er sich mit Gewandtheit aus der Affäre; er kennt zahlreiche Tricks, um den Forderungen von Maß und Reim zu genügen. Aber trotz seiner großen Geschicklichkeit fälscht der Alexandriner ein wenig den Klang seiner Stimme. Vollkommen natürlich klingt sie dagegen im ›Malade‹ (und im ›Bourgeois gentilhomme‹). Ich kenne keine schönere Prosa. Sie gehorcht keinem präzisen Gesetz; aber jeder Satz ist so, daß man nicht ein einziges Wort ändern könnte, ohne ihn zu verderben. Jeden Augenblick erreicht sie eine wunderbare Fülle, muskulös wie Pugets Athleten oder Michelangelos Sklaven; wie geschwellt — ohne geschwollen zu sein — von einem Lyrismus des Lebens, der guten Laune und Gesundheit. Ich werde nicht müde, sie immer wieder zu lesen, und finde des Lobes kein Ende.«André Gide

»In der Tat stellen Molières Komödien, obwohl sie seit Jahrhunderten zum klassischen Repertoire des deutschsprachigen Theaters zählen, für jeden Übersetzer eine kaum zu bewältigende Herausforderung dar. Besonders seine den Alexandriner elegant, witzig und wie selbstverständlich gebrauchenden Verskomödien widersetzen sich einer den Reiz des Originals spiegelnden Übertragung. Doch Hans Weigel ist dieses Kunststück gelungen. Es behält in seiner Übersetzung den gereimten Alexandriner bei und meistert ihn mit bewundernswertem Sprachgefühl, als entspräche er völlig dem Rhythmus und der Syntax des Deutschen. Weigels Übersetzungen sind eminent theatergerechte Nachdichtungen im besten Sinne des Wortes, vor denen jeder eventuelle Einwand akribischer Philologen von vornherein nichtig wird.«Wiener Zeitung

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