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Anton Cechov, Peter Urban (Hg.)  |  Krankenzimmer Nr. 6 / Erzählung eines Unbekannten  |  Roman, Taschenbuch, 208 Seiten | € (D) 9.90 / sFr 15.90* / € (A) 10.20

Roman, detebe 20268 Broschur, 208 Seiten
Erschienen in Juli 2004

ISBN 978-3-257-20268-7
(D) 9.90 / (A) 10.20
sFr 15.90*
* unverb. Preisempfehlung

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Anton Cechov
Krankenzimmer Nr. 6 / Erzählung eines Unbekannten

Kleine Romane II
Aus dem Russischen von Gerhard Dick und Ada Knipper
Herausgegeben von Peter Urban

Im Krankenzimmer Nr. 6 eines Krankenhauses in der russischen Provinz lebt der Beamte Ivan Dmitric Gromov. Er leidet angeblich unter Verfolgungswahn, deshalb ist er hier in der Abteilung für Geisteskranke untergebracht. Der Chefarzt des Krankenhauses, Dr. Andrej Efimyc Ragin, hat ihn selbst eingewiesen. Zufällig kommt er mit Gromov ins Gespräch und entdeckt in ihm den einzigen vernünftigen Gesprächspartner des ganzen Provinznestes. Immer häufiger werden die Gespräche über Gott und die Welt. Um Dr. Ragin beginnen sich wegen seiner häufigen Besuche im Krankenzimmer Nr. 6 Gerüchte zu ranken; auch er fühlt sich zusehends beobachtet, belauscht, verfolgt.

Mehr zum Inhalt

Zu ›Erzählung eines Unbekannten‹: »Ein adeliger Radikaler schleicht sich als Lakai bei dem Petersburger Beamten Orlow ein, weil er dessen Vater ausforschen will, einen Staatsmann, dem er in grimmiger politischer Feindschaft gegenübersteht. Seinem Ziel kommt er keine Spur näher, doch wird er zum unfreiwilligen Zeugen, wie Orlow seine Frau erniedrigt und betrügt. Als der falsche Lakai seine Verkleidung fallen lässt, ist die Frau bereit, mit ihm nach Europa zu fliehen. Er, dessen Gesundheit so stark angegriffen war (der Bluthusten ist Cechovs persönliches Leitmotiv), lebt in der Schönheit Venedigs und dank der Liebe zu dieser Frau wieder auf, sie aber, die von Orlow schwanger ist, scheint durch die Petersburger Ereignisse gebrochen, bringt eine Tochter zur Welt und vergiftet sich. So verpassen sich die beiden Lebensbahnen auf tragische Weise. Der Schluss der Geschichte sei hier jedoch nicht verraten. Ein Höhepunkt.«

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»Es ist ganz einfach so, daß hier ein Arzt seine Diagnose als Dichtung niederschreibt.«Sean O'Faolain

»Nicht nur an seiner Menschenkenntnis, auch an seinem Stil merkt man, daß Cechov Arzt war. Anders hätte er wohl nicht eine so messerscharfe, analytische, exakte Prosa schreiben können.«Konstantin Paustovskij

»Literarische Schulen vergehen. Cechov bleibt.«Lidija Tschukowskaja

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