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Leo Tolstoi  |  Der Schneesturm  |  Erzählung, Taschenbuch, 528 Seiten | € (D) 12.90 / sFr 22.90* / € (A) 13.30

Erzählung, detebe 21359 Broschur, 528 Seiten
Erschienen in Dez. 2006
Nicht lieferbar!

ISBN 978-3-257-21359-1

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Leo Tolstoi
Der Schneesturm

und andere Erzählungen
Aus dem Russischen von Eva Luther

Der Schneesturm / Zwei Husaren / Der Morgen eines Gutsbesitzers / Luzern. Aus den Aufzeichnungen des Fürsten D. Nechliudow / Albert / Nachtrag zu ›Albert‹ / Drei Tode / Familienglück / Polikuschka / Eine Idylle. Aus dem Landleben / Tichon und Malanja. Eine Erzählung aus dem Landleben »Wer so viel und so vollkommen sieht, braucht nichts zu erfinden, wer dermaßen dichterisch beobachtet, braucht nichts zu erdichten. Für Tolstoi sind Schönheit und Wahrheit dasselbe.« (Stefan Zweig)

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Tolstoi entfaltet in diesen Erzählungen nicht bloß eine fesselnde Fabulierkunst, ganz mühelos tut er noch mehr als ›nur‹ Geschichten erzählen. Er entwirft in seinen exakten Porträts ein episches Bild nicht nur von Einzelfiguren, sondern von einer ganzen Welt.

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»Tolstois Leistung besteht darin, die Dinge so sehen zu lassen, wie sie fast niemand sieht, nämlich so, wie sie sind. Es gibt Schilderer, die sofort langweilig werden, wenn sie nur ein bißchen expandieren, und es gibt Seelenmaler, die überhaupt erst bei der Breite anfangen. Unter diese gehört Tolstoi. Nicht als ob er redselig wäre: er sagt niemals etwas Entbehrliches und wiederholt sich nur dort, wo es ein Mangel an Realistik wäre, sich nicht zu wiederholen. Die Ereignisse, die er schildert, sind eigentlich ziemlich sekundär. Seine Romane sind ungeheure Magazine von Beobachtungen, die sich Selbstzweck sind. Sie sind nicht etwa ein Extrakt des Lebens, sondern im Gegenteil eine Erweiterung und genauere Ausführung des Lebens. Keine der Personen, die er schildert, hätte mit Bewußtsein so viel erlebt wie der Dichter, der bloß zusieht. Die Menschen leben viel schneller, als Tolstoi dichtet. Weil sie eben keine Dichter sind. Gerade das Allerunmerklichste und Verdeckteste fängt er auf, Dinge, die kein anderer Zuschauer beachten würde, Dinge von denen die Personen, die er beschreibt, selber nichts wissen. Die Schärfe und Genauigkeit der Beobachtung ist so groß, daß sie bisweilen fast wie Ironie wirkt.«Egon Friedell

»Die erzählerische Macht dieses Werks ist ohnegleichen, jede Berührung damit, noch dort, wo er Kunst gar nicht mehr wollte, sie schmähte und verschmähte und nur gewohnheitsmäßig sich ihrer als Mittel zur Erteilung zweifelhafter und gedrückter moralischer Lehren bediente, führt dem Talent, das zu empfangen weiß (aber ein anderes gibt es nicht), Ströme von Kraft und Erfrischung, von bildnerischer Urlust und Gesundheit zu ... Aber wie er selbst, ein Antäus, bei jeder Berührung mit der mütterlichen Erde als Künstler zum Herrlichsten erstarkte, so ist sein gewaltig selbstverständliches Schöpfertum uns Erde und Natur, eine andere Erscheinung dieser selbst, und ihn wieder lesen, die tierische Schärfe dieses Blicks, die einfache Wucht dieses Bildnergriffs, die von keiner Mystik getrübte, vollkommen durchsichtige Rationalität dieses plastischen Schriftstellertums, das abermals so sehr an Goethe erinnert, wieder auf sich wirken lassen, heißt heimfinden aus jeder Gefahr der Verkünstelung und kränklichen Spielerei zu Ursprünglichkeit und Gesundheit, zu dem, was in uns selbst gesund und ursprünglich ist.«Thomas Mann

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