Logo Diogenes Verlag
Icon neues Buch F. Scott Fitzgerald, Daniel Kampa (Hg.)  |  Drei Stunden zwischen zwei Flügen  |  Erzählung, Taschenbuch, 352 Seiten | € (D) 10.90 / sFr 17.90* / € (A) 11.30

Erzählung, detebe 24185, 352 Seiten
Erscheint im Juli 2012

ISBN 978-3-257-24185-3
(D) 10.90 / (A) 11.30
sFr 17.90*
* unverb. Preisempfehlung

Merken Platzhalter Okay-Icon Drucken

F. Scott Fitzgerald
Drei Stunden zwischen zwei Flügen

und andere Meistererzählungen
Aus dem Englischen von Walter Schürenberg und Renate Orth-Guttmann und Bettina Abarbanell und Mari von Bebenburg
Herausgegeben von Daniel Kampa

Geschichten aus den Roaring Twenties, als das Trinken und Tanzen kein Ende hatte, skandalöse junge Frauen ihr Haar kurz trugen (wie in der Erzählung ›Bernices Bubikopf‹) und nur eines im Sinn hatten: den Männern den Kopf zu verdrehen.

Mehr zum Inhalt

Geschichten aus den ›roaring twenties‹, als das Trinken und Tanzen kein Ende hatte, skandalöse junge Frauen ihr Haar kurz trugen (wie in der Erzählung ›Bernices Bubikopf‹) und nur eines im Sinn hatten: den Männern den Kopf zu verdrehen. Fitzgerald schreibt auch über den Morgen danach, vom Leben als einer ›Rauhen Überfahrt‹, wie eine autobiographisch gefärbte Erzählung heißt. In ›Winterträume‹, einer Geschichte, die als Skizze zu Fitzgeralds Meisterwerk ›Der große Gatsby‹ gilt, geht für den mittellosen Dexter Green der amerikanische Traum vom großen Geld in Erfüllung, nicht aber der Traum von der großen Liebe. Fitzgeralds Geschichten sind auch die der ›lost generation‹, des Katzenjammers nach der großen Depression. In ›Wiedersehen mit Babylon‹ kehrt ein Amerikaner nach Paris zurück: Sein Vermögen ist verloren, seine Frau tot, seine Tochter will man ihm nicht anvertrauen ... und die Bar des Ritz ist leer. In ›Drei Stunden zwischen zwei Flügen‹ reichen drei Stunden aus, um einer verflossenen ersten Liebe wiederzubegegnen, das Herz wieder in Schwingung zu versetzen – und für immer zu verletzen. Fitzgeralds Figuren suchen voller Sehnsucht nach etwas, was nie gefunden werden kann, weil die Vergangenheit für immer verloren ist. Und je diffuser die Erinnerung an die einstigen Gefühle wird, desto weniger kann man sie vergessen.

StimmenAlle anzeigen

»F. Scott Fitzgeralds Erzählungen können sich durchaus mit den Romanen messen. Manche von ihnen probieren auf kleinem Raum die Tragfähigkeit einer Romanidee aus, ihnen allen gemein ist die lässige Ironie, mit der Scott Fitzgerald den amerikanischen Traum und sein Platzen beschreibt.«NDR

»Sie lungern in Lounges, kokettieren in Klubs und parlieren poliert auf Partys: Die Leichtigkeit, die F. Scott Fitzgeralds fiktiven Figuren anhaftet, ist doppelt trügerisch. Nicht nur sind sie in keiner Weise so leichthin aufs Papier geworden wie es scheinen mag, nein: Sie kranken auch schwer am Leben. Geschichten aus dem Jazz-Zeitalter porträtieren eine ›jeunesse dorée‹, deren Glanz ein geborgter, ein gestundeter ist. Im Gang der Jahre welkt, was glücksbegütert blühte, wird schal, was als Glamour gedacht. Die Börse gibt und nimmt, was elterliches Erbe, Schönheit wird spröde, schnöd dem Alter nach. Jede Erzählung beleuchtet eine neue Wegmarke in der Suite der Desillusionen, mit jedem Prot-agonisten erscheint eine andere Anordnung unausweichlichen Unglücks. Der Autor malt nicht aus, er deutet an, markiert eher Beziehungen denn Entitäten. Es sind genau jene titelgebenden ›Drei Stunden zwischen zwei Flügen‹, in welchen der Moment der Begegnung zwischen zwei Menschen stattgefunden hat, der deren Lebensweg in Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft jäh erhellt.«Neue Zürcher Zeitung

»Vintage-Literatur, prickelnd wie die Champagner-Cocktails im ›Waldorf Astoria‹. So schäumt die Welt in den Roaring Twenties: Zwischen zwei Flügen wird eine verflossene Liebe wiederbelebt, die lockend ein Whiskeyglas schwenkt, und am Pariser Montmartre übt man Zerstreuung.«Celebrity

» ›Wiedersehen mit Babylon‹ ist genial. Hemingway hat dieses Niveau nie erreicht.«Yasmina Reza

»Die Seele saß Fitzgerald in der Pupille: die Entdeckung von Farbe und Melodie als Instrumente eines verfeinerten erzählerischen Realismus. Das ist Fitzgeralds historische Tat.« Neue Zürcher Zeitung

»In den Kurzgeschichten ist es Fitzgerald gelungen, Form und Inhalt zu einer vollkommenen Einheit zusammenzufügen.«Hessischer Rundfunk

»Seine Stories sind immer lesbar, ganz unmittelbar packend, rührend, bezaubernd, beunruhigend.«Tages-Anzeiger

Lesezeichen / Weitersagenschliessen